

HALLO Ideen
Type
Business Design, Service Design, UX/UI Design, Change Management, Brand & Kommunikation
Insight
Wertvolle Ideen entstehen selten in der Zentrale, sondern dort, wo Mitarbeitende täglich mit Kund:innen, Prozessen und Problemen zu tun haben. Bei einer genossenschaftlichen Bank mit über 70 Filialstandorten im gesamten ostdeutschen Geschäftsgebiet bedeutet das: Wissen und Ideen liegen dezentral verteilt, weit weg von den Menschen, die über Weiterentwicklung entscheiden. Ohne einen strukturierten Kanal bleiben diese Ideen ungehört, oder sie versanden in E-Mails und Flurgesprächen.
Das ist kein Einzelfall. Laut Gallup glauben weltweit nur drei von zehn Mitarbeitenden, dass ihre Meinung am Arbeitsplatz zählt. Gleichzeitig ist die globale Mitarbeitendenbindung 2025 auf 20 Prozent gefallen, den niedrigsten Stand seit 2020, mit geschätzten 10 Billionen US-Dollar an verlorener Produktivität für die Weltwirtschaft (Gallup, State of the Global Workplace 2026). Wer sich nicht gehört fühlt, engagiert sich seltener für die Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens. Genau diese Lücke sollte HALLO Ideen schließen.
Beitrag
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Konzeption und Steuerung der Einführung einer White-Label-Ideenmanagement-Plattform, angebunden per API an das Intranet
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Individualisierung von Backend und Frontend gemeinsam mit dem Plattformanbieter: Einreichungsformulare, Direktbenachrichtigungen, Datenpflege
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Gestaltung der User-Experience und des Frontends
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Konfliktmanagement mit dem Datenschutzbeauftragten zur Absicherung der Intranetanbindung kurz vor Go-Live
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Stakeholder-Management zwischen Dienstleistern, Entwicklung und einer Design-Agentur für das Printmaterial
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15 qualitative Discovery-Interviews in 14 Tagen an 10 Filialstandorten, überführt in Plattformanforderungen und User-Journeys
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Steuerung von Launch und Adoption über Retention-Rate, Power-User-Anteil, Conversion- und Engagement-Rate
Herausforderung
Wie gestalten wir ein System, das …
... 840 Mitarbeitende an über 70 dezentralen Standorten mit einer zentralen Anlaufstelle verbindet
... den Einstieg ins Ideenentwickeln so niedrigschwellig macht, dass auch ungeübte Mitarbeitende mitmachen
... trotz Anbindung an das Intranet über eine externe White-Label-Lösung den Datenschutzanforderungen genügt
... aus einem einmaligen Launchmoment eine dauerhafte Ideenkultur werden lässt
... Mitarbeitenden zeigt, dass ihre Idee tatsächlich irgendwo ankommt und weiterverfolgt wird
Lösung
HALLO Ideen ist die Ideenmanagement-Plattform der Sparda-Bank Berlin, umgesetzt als individualisierte White-Label-Lösung und über eine gesicherte API an das bestehende Intranet angebunden. Im Backend sorgen Einreichungsformulare, automatische Benachrichtigungen und strukturierte Datenpflege dafür, dass jede Idee nachvollziehbar durch den Prozess läuft, vom Einreichen bis zur Rückmeldung. Das Frontend wurde bewusst zugänglich und einladend gestaltet, nicht wie ein internes Verwaltungstool.
Digital allein reicht aber nicht, um eine Ideenkultur zu starten. Deshalb wurde gemeinsam mit einer Design-Agentur eine physische Ideenbox entwickelt: ein Notizbuch, ein Stift, eine Sanduhr für kurze, fokussierte Denkzeit, und Karten, die spielerisch verschiedene Rollen einnehmen lassen, HALLO Detektiv fragt „Welchen Nutzer betrifft das Problem?", HALLO Kollegen fragt „Wie geht es mit meiner Idee weiter?". An einem einzigen Tag stand diese Box auf den Schreibtischen aller 840 Mitarbeitenden, als gemeinsamer Startpunkt, der auf die digitale Plattform führte und anschließende Kampagnen trug.
User Experience
Montagmorgen, eine Filiale außerhalb von Berlin.
Auf dem Schreibtisch steht eine rote Box, niemand hat sie bestellt, aber alle im Haus haben heute dieselbe bekommen. Neugierig wird sie geöffnet: ein kleines Notizbuch, ein Stift, eine Sanduhr, und bunte Karten mit Fragen, die anders klingen als der übliche Arbeitsalltag. „Wie könnte ich das lösen?" „Welchen Nutzer betrifft das Problem?"
Für ein paar Minuten wird die Sanduhr umgedreht, und aus einer kleinen Beobachtung, die schon lange im Kopf herumging, wird eine konkrete Idee, kurz notiert. Über den QR-Code auf der Karte geht es direkt zur Plattform im Intranet, dort ist die Idee in wenigen Minuten eingereicht, mit einer kurzen Bestätigung, dass sie angekommen ist.
Einige Wochen später kommt eine Benachrichtigung: Die Idee wird geprüft, es gibt Rückfragen, jemand aus der Zentrale meldet sich. Aus einer Randnotiz auf einem Notizzettel ist ein echter Beitrag zur Weiterentwicklung der eigenen Bank geworden, sichtbar, nachvollziehbar, und zum ersten Mal das Gefühl, dass die eigene Perspektive tatsächlich zählt.